Aspekte

Sicherheit ist das oberste Ziel im Umgang mit Gasflaschen

Hans-Peter Zauner, Sicherheitsexperte Messer AustriaFoto: Messer Austria GmbH

Der Industriegasespezialist Messer Austria setzt auf Aufklärung und Beratung seiner Kunden, wenn es um einen sicheren Umgang mit Gasflaschen geht.

Das heimische Traditionsunternehmen Messer Austria produziert bereits seit mehreren Jahrzehnten ein breites Portfolio an Gasen und versorgt damit die österreichische Industrie. Die Lagerung von Gasen in wiederbefüllbaren Druckgasbehältern ist nicht nur praktisch, sondern vereinfacht auch den Transport wesentlich. „Beim Umgang mit Gasflaschen ist jedoch Vorsicht angebracht: In diesen Versandbehältern, die üblicherweise über ein Fassungsvermögen von drei bis 50 Litern verfügen, herrscht ein Druck von bis zu 300 bar“, erläutert Hans- Peter Zauner, zuständig für Sicherheit bei Messer Austria. Um diesem Druck standhalten zu können, sind Gasflaschen aus einem speziellen Stahl gefertigt. Das ist wiederum mit einem hohen Gewicht verbunden. Aber auch die speziellen Flaschenventile erfordern eine sach- und fachgerechte Bedienung bzw. Handhabung – von der Befüllung beim Produzenten über den Transport bis hin zur Übernahme durch den Kunden.

Allein aufgrund ihrer Form stellen Gasflaschen ein gewisses Unfallrisiko dar,  wenn sie nicht gegen Umfallen gesichert werden. Niemals sollte versucht werden, fallende Gasflaschen aufzufangen. Sie sind darauf ausgelegt, einen solchen Aufprall auszuhalten. Sollten dadurch Schäden an der Oberfläche entstanden sein (Riefen, Dellen, etc.), ist der Gaselieferant zu verständigen und die Flasche darf nicht mehr verwendet werden.

Die Entgegennahme von Gasflaschen

„Wir von Messer legen größten Wert auf die Sicherheit bei der Produktion, Abfüllung und Lieferung all unserer Gase“, betont Hans-Peter Zauner. „Wir beraten aber auch unsere Kunden hinsichtlich eines professionellen Umgangs mit den von ihnen bestellten Gasflaschen. Und der beginnt bereits bei der Entgegennahme.“, so der Messer Austria-Sicherheitsexperte weiter. Dabei ist vor allem auch darauf zu achten, dass der Flaschenaufkleber vorhanden und gut lesbar ist. „Die Bestellung muss mit den Angaben auf dem Flaschenaufkleber übereinstimmen“, erläutert Hans- Peter Zauner. Die sogenannte UN-Nummer (Stoffnummer) – eine vierstellige Zahl – dient zur Bezeichnung von gefährlichen Stoffen im Rahmen von internationalen Transporten. Sollte der Aufkleber fehlen oder nicht lesbar sein, darf diese Gasflasche nicht verwendet werden. 

Vermeiden von Risiken

Grundsätzlich sollten mögliche Risiken in der Arbeitsumgebung weitestgehend ausgeschlossen werden. Dazu zählt etwa das Verwenden einer adäquaten Schutzausrüstung. Flaschenventile dürfen nur von Hand- betätigt und langsam geöffnet werden. Gasflaschen sind bei normalen Umgebungstemperaturen zu lagern, bzw. zu betreiben. Eine übermäßige Wärmeeinwirkung lässt den Druck in der Gasflasche ansteigen. „Schweißbrenner, Wärmbrenner oder offene Flammen, dürfen niemals auf Gasflaschen gerichtet werden. Es ist stets auf einen Sicherheitsabstand zu  glühenden Metallen oder anderen Wärmequellen einzuhalten.

Ist die Gasflasche leer, darf diese nur vom Gaselieferanten wieder befüllt  werden. Ein Umfüllen von Gasen ist verboten, unabhängig von der Gaseart.

Infos unter https://www.messer.at/umgang-gasflasche an.


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